Ein Dokumentarfilm

Die Schmiedemeisterin

Edda Sandstede

Edda Sandstede

 

„Ich kann doch keine Interviews geben. Ich und vor der Kamera…“, war Eddas erste Reaktion, als Kameramann Sandor Papp erstmals einen kurzen Film mit ihr drehte. Doch nach den ersten Probeaufnahmen war Edda Sandstede überzeugt bei einem längeren Dokumentarfilm mitzumachen. Vor der Kamera und das über Monate.

Filmemacher Sandor Papp und Jessica Holzhausen dokumentieren Leben und Arbeiten der Schmiedemeisterin – am Schmiedefeuer, bei Schmiedekursen, in ihrem Geschäft aber auch ganz privat. Und sie begleiten Edda auf einer Reise zurück in die Vergangenheit, besuchen mit ihr die Alte Schmiede in Bad Zwischenahn oder ihr ehemaliges Geschäft auf Norderney.

Als Edda Sandstede in den 50er Jahren beschloss Schmiedin zu werden, da war sie ein Exot in einem damals reinen Männerberuf. Dass ausgerechnet ihr Vater sie in die Lehre nahm, machte die Sache nicht leichter: Wenn er schon eine Frau ausbildete, dazu noch seine eigene Tochter, dann musste sie schon besser sein, als alle anderen. Und tatsächlich: Edda Sandstede war die erste Frau in Deutschland, die im Schmiedehandwerk eine Gesellenprüfung ablegte und später einen Meisterbrief erwarb.

Obwohl längst im Rentenalter und Großmutter, steht Edda noch immer jeden Tag in der Schmiede oder ihrem angrenzenden Geschäft. Von Schmuck aus Gold und Eisen über Kerzenständer bis hin zu mannshohen Stahlskulpturen – Edda macht, was Edda in den Sinn kommt. Eigenwillig und eigenständig.

Mehr Infos über Eddas Arbeit gibt es auf ihrer Webseite: http://www.schmiede-sandstede.de/

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